Über die besorgniserregenden Zustände in der Physiotherapie haben sich Dr. Martin Plum (CDU) und der Kempener Physiotherapeut Drs. Ruud Stefelmanns ausgetauscht. Ruud Stefelmanns, Inhaber des ambulanten gesundheitszentrum stefelmanns (ags) am Kempener Bahnhof, hatte den Bundestagsabgeordneten in seine Praxis eingeladen. Den ags-Inhaber, der sein Gesundheitszentrum seit knapp 40 Jahren betreibt und rund 25 Mitarbeitende beschäftigt, treibt aktuell das geplante Beitragsstabilisierungsgesetz um. Hierzu ist der Viersener Martin Plum, von Haus aus Arbeitsrichter und seit kurzem Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der richtige Ansprechpartner.
Gegenüber Dr. Plum machte Ruud Stefelmanns deutlich, dass das geplante neue Gesetz dem ohnehin schon angeschlagenen Berufsstand weiter schadet. Die Physiotherapie sei bedroht durch massiven Fachkräftemangel, einen Trend zur Akademisierung und einen überbordenden Verwaltungsaufwand für Heilmittelerbringer. Ruud Stefelmanns: „Wir beobachten seit Jahren eine Zermürbung unseres Berufsstandes, der häufig nur als Kostenfaktor betrachtet wird.“
Dr. Plum sitzt seit knapp fünf Jahren im Bundestag und ist angetreten, die Bürokratie zu bekämpfen. „Ich habe aus dem Gespräch mit Herrn Stefelmanns viele wichtige Impulse für meine Arbeit in Berlin mitgenommen. Der Austausch hat mir noch einmal verdeutlicht, wie wichtig die Arbeit der Physiotherapeuten für die Gesundheitsversorgung im Kreis Viersen ist. Diese Arbeit benötigt verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt insbesondere der Abbau unnötiger Dokumentationspflichten", so Plum.
Der 44-Jährige ließ sich von Ruud Stefelmanns erläutern, dass Physiotherapeuten gegenüber anderen Leistungserbringern deutlich mehr Bürokratie bewältigen müssen. Das sei laut Ruud Stefelmanns umso schmerzlicher, weil jeder Euro, der in die ambulante Physiotherapie investiert wird, nicht nur Gesundheitsleistungen, sondern auch regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze bringt.
„In unserem Gespräch habe ich darauf hingewiesen, dass die Physiotherapie bereit ist, Verantwortung für die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu übernehmen“, so Ruud Stefelmanns. Er bedankt sich für den konstruktiven Austausch und setzt darauf, dass der für den Kreis Viersen zuständige Bundestagsabgeordnete die Impulse aus dem Gespräch in die weiteren Diskussionen im Deutschen Bundestag mitnimmt.
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